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Winterzeit

 Der Winter ist die Zeit des hellen Schnees
und der dunklen Nächte.
Die Landschaft ist weiß und karg,
die Natur hat sich zurückgezogen,
das Leben ist an seinem dampfenden Atem
zu erkennen.

Alles glitzert wie in einer Schatztruhe.
Ist die Dunkelheit klar, wirken die Sterne wie
hingeworfene Brillanten auf schwarzem Samt.
Das Universum spannt sich über unsere Welt,
unberührt von den Ereignissen,
Gedanken und Hoffnungen,
die sich darunter verbergen. 

Meine Schritte quietschen unter dem erstarrten Schnee,
in den gefrorenen Pfützen spiegeln sich die Lichter
der Straßenlaternen.
Das Gesicht schmerzt in der Kälte,
während ich den Himmel über mir bewundere. 
Ich wünschte, der Alltag wäre nur einmal
wie ein Tag im All – still, schwerelos und
den Sternen nah.

Der Winter, der alles festzuhalten scheint,
ist die perfekte Zeit für Erinnerungen.
Und an was denke ich?
Als kleiner Junge baute ich einst einen Schneemann.
Als er schmolz, war ich sehr traurig.
Dort, wo er stand, wuchs dann eine Blume.
Das werde ich nie vergessen.

Oliver W. Schwarzmann

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