Aussicht vom Hangenden Stein bei Albstadt, Foto Maier Sports, Albstadt Tourismus, Fotograf Stephan Boegli

Schwäbische Alb: Inspiriert. Seit Urzeiten.

Poetische Welt im Interview mit Louis Schumann, Geschäftsführer des Schwäbischen Alb Tourismusverbandes

Beschreiben Sie die Schwäbische Alb bitte in einem Satz:
Die Schwäbische Alb ist bis zu 1000m hoch, 200km lang, Heimat von 2 Mio. Menschen und Ausflugsziel von 75 Mio. Tagesgästen pro Jahr.

Welche Emotionen verbinden Sie mit der Schwäbischen Alb?
Ehrfurcht, Überraschung, Faszination, Begeisterung.

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: „Die Schwäbische Alb ist ein Ort, wo …“
…unsere Vorfahren Kunst und Musik für sich entdeckten und somit zum Mensch wurden.

Nennen Sie bitte 3 Eigenschaften, die die Schwäbische Alb besonders auszeichnen:
Aussichtsreich, tiefgründig, geschichtsträchtig.

Wie lautet das Motto der Schwäbischen Alb?
Inspiriert. Seit Urzeiten.

Welche/n Inhalt/Botschaft/Gefühle soll das Motto vermitteln?
Die Schwäbische Alb ist seit jeher ein Kraftort für den Menschen: Sie ist der Ursprung der Kultur, Stammsitz bekannter Adelsdynastien (Staufer, Zähringer, Hohenzollern) und Heimat von Unternehmen von Weltruhm (Märklin, Steiff, Weleda, Aesculap).

Warum sollte man die Schwäbische Alb besuchen?
Weil man in keiner anderen Region weltweit 40.000 Jahre Kulturgeschichte und mit Meteorkratern, Vulkanen, Höhlen sowie Fossilien mehrere Millionen Jahren Erdgeschichte auf engstem Raum erlebt.

Wie begrüßen Sie die Alb-Besucher?
Willkommen im Land des Löwenmenschen.

Was sollte man auf der Schwäbischen Alb unbedingt gesehen bzw. erlebt haben?
Wie viel Platz haben Sie für die Antwort? Diese Frage treibt Touristikern den Schweiß auf die Stirn. Versuchen wir’s:

Sehenswürdigkeiten:
1. Burg Hohenzollern
2. Campus Galli
3. Urgeschichtliches Museum
4. OUTLETCITY METZINGEN
5. Limes Museum
6. Schloss Lichtenstein
7. Blautopf

Erlebnisse:
1. Blüte der Streuobstwiesen im Albvorland im Frühling („schwäbisches Hanami“)
2. Eintauchen ins Erdinnere beim Besuch einer Schauhöhle oder Erlebnisführung in einer Naturhöhle.
3. Begegnung mit einem Wanderschäfer samt Herde auf einer Wacholderheide.
4. Farbenprächtiger „Albweibersommer“ in den Buchenwäldern – am besten zu erleben bei einer Wander- oder Radtour
5. Ein Abendessen mit Salat mit Alb-Linsen Dressing, Alb-Lamm mit Wacholdersauce und Schwäbischem Whisky zum Abschluss.
6. Mit einem (geliehenen) E-Bike durch das Große Lautertal im Herzen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb fahren

Wo kann man auf der Schwäbischen Alb die schönsten Selfies machen?
Bei einer Kanufahrt im Oberen Donautal, am Zellerhorn in Albstadt, auf einem Stocherkahn in Tübingen oder Rottenburg und verkleidet als Eiszeitjäger im Archäopark Vogelherd.

Nennen Sie uns Ihren Lieblingsplatz auf der Schwäbischen Alb – und den Grund dazu:
Der Balkon meiner Wohnung in Ulm mit Blick auf das Blautal, den Hochsträß, das Ulmer Münster sowie bei klarer Sicht auf die Zugspitze.

Welchen besonderen Eindruck/welches besondere Gefühl sollen die Besucher mit nach Hause nehmen?
Dass sie sich vergleichbar inspiriert fühlen, wie die Künstler der Eiszeit.

Was geben Sie den Besuchern beim Abschied mit auf den Weg?
Schee dass ‘r do waret.

Vielen herzlichen Dank. 

Ein Beitrag im Rahmen unserer Reihe „Poetische Räume“. 

 

Zur Person:

Louis Schumann

Der gebürtige Pforzheimer ist seit Anfang 2016 Geschäftsführer beim Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.. Zuvor war er knapp sieben Jahre für die IMG (Schweiz) AG, Teil der weltweit führenden Agentur für die Vermarktung von Sport-, Entertainment- und Medienrechten, tätig. Dort leitete er diverse Projekte, wie z.B. den Schweizer Cup und das Radsport-Mega-Event ‘Tour de Suisse‘.

Zum Ort:

Alb entdecken

„Es war einmal…“ So beginnen die schönsten Geschichten – auch die der Schwäbischen Alb, die in uralten Zeiten ihren Anfang nahm und noch lange nicht zu Ende erzählt ist. Natur und Mensch haben dieses Mittelgebirge zu einer einmaligen Landschaft geformt. Ein tropisches Meer schuf das imposante Hochplateau, dessen Abbruchkante, der Albtrauf, Wanderer mit weiten Blicken übers Albvorland beglückt. Wasser hat unzählige geheimnisvolle Höhlen in das Karstgestein gegraben. Besonders die noch sehr junge, unbekümmerte Donau prägt die Alb seit Jahrmillionen. Schon vor fast 40 000 Jahren durchstreiften Menschen ihre wilden Täler und rauen Hochflächen und hinterließen hier die ältesten Kunstobjekte der Menschheit – ein kulturelles Vermächtnis, das unter dem Schutz der UNESCO steht. Mit zertifizierten Albguides kann man auf Entdeckungstour gehen zu Aussichtskanzeln, Flusstälern, Karsthöhlen und der alten Kulturlandschaft der Wacholderheiden, die durch die Tradition der Schäferei bis heute bewahrt wird.

Zur Homepage: www.schwaebischealb.de

Titelfoto: Aussicht bei Albstadt – Fotograf: Stephan Boegli
Beitragsfoto: Roggental bei Geislingen – Fotograf: Stephan Durant

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